Mit ‘Remesas’ getaggte Artikel

Abschiebungen von SalvadorianerInnen aus den USA nehmen zu

Dienstag, 21. August 2012

Marta Sigarán berichtet in Poonal Nr. 1008 über die verschärfte Abschiebepraxis in den USA, wo Diskriminierung und Wirtschaftskrise die Lage der (illegalen) Einwanderer nicht zuletzt wahlkampfbedingt verschärfen.

Am Internationalen Flughafen von El Salvador landet eine Maschine aus den USA mit 103 Passagieren an Bord. Die Personen gelten als „Abgeschobene“ und werden von den Behörden des mittelamerikanischen Landes in Empfang genommen. Diese Geschichte wiederholt sich zwei Mal wöchentlich. Weitere 100 ausgewiesene Personen erreichen die salvadorianische Grenze auf dem Landweg.

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Geldüberweisungen und Haushaltseinkommen

Freitag, 07. Oktober 2011

Die Zeitung La Prensa Gráfica publizierte vor kurzem einen Artikel über die Bedeutung der Geldüberweisungen (”remesas”) aus dem Ausland für das Einkommen der Empfängerfamilien in El Salvador. Die Zahlen stammen von einer Umfrage der salvadorianischen Regierung im Jahr 2010.

  • Mehr als  337,000 Familien bekommen monatliche Geldtransfers, das sind 21% der Haushalte.
  • 91,6% verwenden die Zuwendungen ihrer im Ausland lebenden Verwandeten für den unmittelbaren Konsum, nur 1,4% sparen einen Teil oder alles.
  • Die privaten Geldtransfers machen 17% des nationalen Einkommens aus, das ist einer höchsten Werte in Lateinamerika.
  • Die Geldtransfers helfen auch die Armut zu verringern. 70% der Haushalte, die Geld aus dem Ausland bekommen, sind über der Armutsgrenze.
  • Die meisten Haushalte bekommen zwischen 46 und 113 Dollar pro Monat.
  • Mehr als 90% der Salvadorianer haben einen Verwandten, der in den USA lebt.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2011 kamen auf diese Weise 2,422 Mrd. Dollar ins Land, was gegenüber dem Jahr davor eine Steigerung von 4,8% bedeutet.

Quelle: La Prensa Gráfica

Geldtransfers steigen um 4,5%

Mittwoch, 17. August 2011

Nach Angaben der salvadorianischen Nationalbank (Banco Central de Reserva de El Salvador/BCR) sind die privaten Geldtransfers aus dem Ausland in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% gestiegen. Insgesamt wurden 2.114,9 Mio Dollar von den im Ausland lebenden Salvadorianern an ihre Familen überwiesen. Allein im Juli gelangten auf diesem Weg 301,4 Mio Dollar ins Land, im Vergleich zum Juli 2010 eine Steigerung um 14,6 Mio. Durchschnittlich kamen 2011 montalich 302 Mio Dollar auf diesem Weg nach El Salvador. Die einzelnen begünstigen Familien bekommen nach Berechnungen der BCR 287 Dollar monatlich. Bei ländlichen Tagenlöhnen von 2 oder 3 Dollar ist das eine beträchtliche Summe. Auch makroökonmisch haben die Geldtransfers (”remesas”) erhebliche Bedeutung. Sie machen 17% des Bruttoinlandspordukts des Landes aus. Die meisten Salvadorianer leben in den USA (ihre Zahl wird auf über 2 Mio geschätzt bei einer Bevölkerung von etwas über 6 Mio.).

Quelle: ContraPunto

Mehr als 1,8 Mrd. Dollar Geldtransfers aus dem Ausland im ersten Halbjahr

Samstag, 16. Juli 2011

El Salvadors Zentralbank (Banco Central de Reserva/BCR) veröffentlichte am 15. Juli ihren Halbjahresbericht über die privaten Geldtransfers aus dem dem Ausland (remesas). Demnach flossen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres  mehr als 1,8 Mrd. Dollar ins Land, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 4,3% bedeutet. Durchschnittlich gelangen 302 Mio. Dollar monatlich auf diesem Weg nach El Salvadr (2010: 289 Mio.). 75% dieser Summe werden über Banken transferiert, der Rest über direkte und informelle Kanäle. Laut Zentralbank nützen immer mehr Menschen den Weg über Banken.

2010 machten die privaten Geldtransfers 16,3% des Bruttoinlandsprodukts aus, was etwa 79% der gesamten Exporterlöse entspricht. Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die wirtschaftliche Bedeutung der Geldtransfers. Der größte Teil davon kommt aus den USA, wo etwa 2,5 der 2,8 Mio. Auslandssalvadorianer leben. Die steigenden Geldtransfers sind eine direkte Folge der Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt.

Quelle und Bildquelle:  Banco Central de Reserva

Neue Studie über Remesas (Geldtransfers)

Samstag, 21. Mai 2011

Am 20. Mai präsentierte der zentralamerikanische Konsumentenschutzrat eine Studie über die Kosten der Geldtransfers. Diese Studie wurde von mehreren Institutionen kofinanziert, so u.a. von der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank. Untersucht wurden 21 Institutionen in den USA, welche Geldtransferleistungen anbieten. Ergebnis der Studie ist, dass die Nutzung eines Bankkontos am billigsten ist. Am teuersten ist die Überweisung mittels Kreditkarten.

Soll es schnell gehen, wird es teuer. Am teuersten ist es, wenn das Geld zwischen einer Stunde und einem Tag beim Empfänger einlangen soll. Am teuersten sind telefonische Überweisungen, unmittelbar gefolgt von Überweisungen über das Internet. Am billigsten sind Überweisungen aus Kalifornien, wohingegen Florida am teuersten ist. Die Durchschnittskosten für eine Überweisung von 200 Dollar wurden mit 11 Dollar ermittelt. Am beliebtesten sind offenbar Überweisungen über einen Agenten (Geschäfte, Supermärkte), wobei Kosten von 5% der zu transferierenden Summe anfallen.

Die Ergebnisse der Studie sind jetzt online verfügbar. Insgesamt sind dort 21 Dienstleister aufgelistet. Die Geldtransfers sind eine wichtige Einnahmequelle in ganz Zentralamerika, sie betragen das Sechsfache der internationalen Entwicklungshilfe und verdoppeln die ausländischen Direktinvestitionen.

18% der Geldtransfers für Lateinamerika gehen nach Zentralamerika.

16% des salvadorianischen Bruttoinlandsprodukts entfällt auf die Geldtransfers.

Qullen: enviacentroamerica; El Mundo

Geldüberweisungen wachsen um 2,5%

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Geldüberweisungen der Salvadorianer im Ausland wuchsen nach empfindlichen Rückgängen im letzten Jahr 2010 wieder um 2,5% zu, schätzen die zuständigen Behörden in San Salvador.

Die Zentralbank rechnet mit etwa 3,5 Mrd. Dollar Geldüberweisungen (Remesas) für 2010. Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung rechnete die Zentralbank ursprünglich sogar mit einer Steigerung von 5%. Gleichzeitig betonte der Präsident der Zetnralbank auch, dass bei all der wirtschaftlichen Bedeutung der “Remesas” diese eine Einnahmequelle seien, über die die Regierung keinerlei Kontrolle hätte, hängt sie doch nicht unwesentlich von den Beschäftigungsmöglichkeiten in  den USA ab.

Das Wachstum um 2,5% wird als wichtig beurteilt, vor allem weil – laut stv. Außenmionister Juan José García -  andere Volkswirtschaften (wie etwa Mexiko und Brasilien) weiterhin mit sinkenden Remesas konfrontiert sind. In realen Zahlen wurden 2010 bis Ende November 70,9 Mio. Dollar mehr als im Vorjahr überwiesen.

Gesamtwirtschaftlich gesehen machen die “Remesas” 18% des Bruttoinlandsprodukts aus. Der Hauptteil der Geldsendungen kommt von den über 2 Mio. Salvadorianern, die in den USA leben.

Quelle: efe; Grafik: Banco Central de Reserva

USA schieben 2010 über 16.000 Salvadorianer ab

Sonntag, 21. November 2010

Laut einer Mitteilung der salvadorianischen Regierung wurden in diesem Jahr bisher mehr als 16.000 Salvadorianer aus den USA abgeschoben. Grund waren Strafdelikte und illegaler Aufenthalt. Im Vergleich zum Vorjahr ist heuer mit einer Steigerung zu rechnen. 2009 wurden nämlich insgesamt 16.366 salvadorianische Staatsbürger abgeschoben, davon 6.426 wegen Straffälligkeit.

Die Regierung El Salvadors hat Washington immer wieder aufgefordert die Immigration nicht zu kriminalisieren, da ja die Salvadorianer auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die USA bzw., nach Kanada auswandern.

In den USA leben geschätzte 2,7 Mio. Salvadorianer, die jährlich 3,5 Mrd. Dollars an ihre Familien überweisen (“remesas”), eine Summe, die 16% des Bruttoinlandsprodukts El Salvadors ausmacht und die noch vor den Exporterlösen die größte Devisenquelle des Landes ist.

Nach einem durch die Wirtschaftskrise bedingten Rückgang stiegen die „remesas“ zuletzt wieder an.

Quelle: Contrapunto

Die Architektur der Remesas: Träume von Rückkehr und Symbole des Erfolgs

Montag, 20. September 2010

Remesas sind die monatlichen Geldüberweisungen von SalvadorianerInnen im Ausland. Drei Viertel dieser Geldflüsse kommen aus den USA, wo fast 2 Millionen SalvadorianerInnen leben. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Wirtschaft und für die Empfänger, denen sie in einem von  Armut geprägten Land einen gewissen Wohlstand ermöglichen.

Derzeit zeigt  das Kunstmuseum El Salvadors (MARTE) eine Fotoausstellung mit dem Titel „Die Architektur der Remesas: Träume von Rückkehr und Symbole des Erfolgs“ und widmet sich einer inzwischen landschaftsprägenden Manifestation der Geldüberweisungen – dem Bau von Häusern. Diese sind protzig und häufig pastellfarben angestrichen;  der Baustil ist nicht eindeutig identifizierbar. Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit der spanischen Kultur-NGO AECID (Centros Culturales de la Agencia Española de Cooperación Internacional para el Desarrollo) . Das Ausstellungsteam spircht auch von einer “Architektur ohne Architekten”.

Im Ausstellungskatalog beleuchten Architekten, Anthropologen und Fotografen kritisch das Phänomen dieser Häuser, die mit dem Geld der Auswanderer gebaut werden und Projektionsfläche unerfüllbarer Wünsche nach Rückkehr einerseits sind und andererseits signalisieren, dass die Besitzer in den USA ihren „amerikanischen Traum“ verwirklicht haben.

Die Ausstellungsmacher sprechen von einem eigenartigen Baustil – einer Mischung einzelner Hybridstile, der nicht notwendiger Weise an den Wohnbedürfnissen orientiert ist und sich auch nicht an Regeln des ortsüblichen Bauens hält.

>> zur virtuellen Ausstellung im Internet