Archiv für April 2011

El Salvador: Schweigen ist Gold

Mittwoch, 20. April 2011

Die »Vereitelung von Gewinn­chancen« kann Anlass für einen Prozess sein, berichtet Jungle World in der Ausgabe vom 7. April. Das kanadische Minenunternehmen Pacific Rim und die US-amerikanische Commerce Group wollen El Salvador verklagen, um sich Schürfrechte für den Goldabbau zu verschaffen. Möglich ist dies vor dem Internationalen Zentrum zur Beile­gung von Investi­tionsstreitig­keiten (ICSID), das für die Weltbank die Einhaltung der Freihandels­verträge garantiert.

Das ICSID hat einen solchen Prozess Ende März zunächst wegen Verfahrensfehlern verschoben. Doch der Goldpreis steigt angesichts internationaler Wirtschaftskrisen, und in El Salvador wurden knapp 100 Anträge auf Schürfrechte gestellt. Ausländische Unternehmen nutzen nicht nur juris­tische Möglichkeiten, sie finanzieren auch die Gegner der Umwelt­schützer. Im Bundes­staat Las Cabañas sind insbesondere die Mitarbeiter des kommunalen Radio Victoria bedroht, das die ­sozialen Kämpfe gegen den Bergbau im Land initiiert hat.

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Banden terrorisieren Transportsektor – Hunderte Busfahrer ermordet

Montag, 18. April 2011

Wenn José Nuila seinen Dienst als Busfahrer antritt, beginnt ein langer Tag der Angst, berichtet Edgardo Ayala für ips. Denn immer dann, wenn er anhält, besteht die Gefahr, dass Mitglieder krimineller Banden zusteigen. Viele seiner Kollegen haben die Begegnung nicht überlebt. Die landesweit 15.000 Beschäftigten des Personen- transportsektors sind zu einer Hauptzielscheibe der beiden Gangs ‘MS 13′ und ‘Barrio 18′. Die einstigen Jugendbanden haben sich längst zu professionellen Verbrecher- ringen entwickelt, die Auftragsmorde durchführen und ihre Finger im Drogenhandel haben.

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Essenspakete für die Ärmsten

Samstag, 02. April 2011
Kinder aus armen Familien sind bei der Ausbildung besonders benachteiligt. © Caritas Eisenstadt

Kinder aus armen Familien sind bei der Ausbildung besonders benachteiligt.

44 Kinder und ihre Familien in den Armenvierteln von San Salvador erhalten monatliche Nahrungspakete. Dadurch müssen die Minderjährigen nicht arbeiten gehen – sondern können die Schule besuchen.

Die Caritas unterstützt in El Salvador rund 44 besonders bedürftige Familien. Sie erhalten Hilfspakete mit Öl, Reis, Mehl, Zucker und anderen wichtigen Lebensmitteln. Zusätzlich werden für die Kinder Schulbücher, Hefte und andere Materialien zur Verfügung gestellt. In regelmäßigen Abständen besuchen Sebastian Martinez und sein Team die Familien, um sicher zu gehen, dass dort alles in Ordnung ist. Die Hilfsgüter müssen teilweise mit Maultieren auf den unwegsamen Straßen in die Hütten der Bedürftigen gebracht werden. Darüber hinaus gehen die Helfer den Familienangehörigen bei bürokratischen Angelegenheiten oder bei allgemeinen Belangen des täglichen Lebens zur Hand. Sie achten darauf, dass es den Kindern gut geht, dass sie regelmäßig zur Schule gehen und gesund bleiben. Denn eine gute Ausbildung bedeutet die Chance auf einen ordentlichen Beruf und ein besseres Leben.

Patin / Pate werden (EUR 22,- pro Monat);

Projektinfo PDF

Quelle: Caritas

El Salvador: Streit um Reform des Wahlrechts

Samstag, 02. April 2011

Die geplante Reform des Wahlrechts erhitzt in El Salvador weiterhin die Gemüter, berichtet Womblog.  Am 25. März hatte Präsident Mauricio Funes sein Veto gegen die Reform eingelegt und damit für neuen Zündstoff in der Diskussion gesorgt. Die geplante Neuregelung hätte die Auswahl der Kandidaten als Abgeordnete den Parteien überlassen.

Dies verstoße gegen Artikel 78 der Verfassung, begründete Funes seinen Schritt. Das Parlament hatte die Wahlrechtsänderung bereits mit 61 von 84 Stimmen gebilligt. Anfang März hatten auch Organisationen der Zivilgesellschaft die geplante Reform kritisiert, weil nicht mehr die Wähler die Abgeordneten bestimmen würden, sondern die Parteien.

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