Archiv für März 2011

Obama in El Salvador – Protestierende ebenso

Samstag, 26. März 2011

Der zweitägige Besuch von US-Präsident Obama in El Salvador wurde von Protesten sozialer Organisationen begleitet. Bereits vor dem Eintreffen der Präsidentenfamilie manifestierten AktivistInnen ihren breitgefächerten Unmut in der Hauptsstadt San Salvador, schreibt poonal.

In den Reigen mischten sich neben den salvadorianischen Organisationen Soziale Front für ein neues Land FNSP (Frente social por un nuevo pais), die salvadorianische Koordinationsstelle der Kubasolidarität CSSC (Coordinadora Salvadoreña de Solidaridad por Cuba) auch honduranische Gruppierungen wie der Zivile Rat von Bürger- und indigenen Organistionen COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras).

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Kirche fordert von Präsident Obama Änderung der Einwanderungsgesetze

Dienstag, 15. März 2011

Erzbischof  Jose Luis Escobar Alas von San Salvador fordert im Vorfeld des Besuchs von Obama in El Salvador (22./23. März) eine umfassende Reform der Einwanderungsgesetze in den USA.  Escobar Alas erhob diese Forderung nach der Sonntagsmesse am 13. März.

Auch El Salvadors Präsident Mauricio Funes wird ähnliche Forderungen an den US-Präsidenten herantragen und darauf drängen, dass alle, die einen vorübergehenden Schutzstatus haben (Temporary Protected Status) eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in den USA bekommen. Gegenwärtig ermöglicht diese Regelung 217.000 Salvadorianern, legal in den USA zu arbeiten.

Das Programm wurde mehrfach ausgedehnt und gewährt Menschen auf der Flucht vor Kriegen oder Naturkatastrophen einen legalen Aufenthaltstitel in den USA. Einwanderer aus mehreren zentralamerikanischen Ländern, die von Erdbeben und Hurrikans betroffen waren, kamen in den Genuss dieses Programms.

Der Erzbischof räumte ein, dass „nicht alles allein vom US-Präsidenten abhängt“, er wünschte sich allerdings eine klare Absichtserklärung, die Hoffnung auf eine umfassenden Einwanderungsreform macht. „Gesetze, welche unschuldige Menschen kriminalisieren, sind ungerecht. Gesetze, die Familien auseinanderreißen, sind nicht gerecht“, so der Erzbischof vor der Presse.

Quelle: Catholic News Agency

El Salvador braucht schusssichere Kleidung

Dienstag, 15. März 2011

Einfach nur schön dürfen Kleider in dem von Gewalt gebeutelten Land nicht sein, berichtet Tobias Käufer, Bogotá in der Financial Times Deutschland. Auch im Kugelhagel muss Mode noch gut aussehen – in El Salvador boomt das Geschäft mit gepanzerter Garderobe.

Soßenfleck, Laufmasche, Mottenfraß: Die klassischen Feinde der feinen Garderobe sind nichts im Vergleich zu dem, was die Kreationen von René Orlando Pineda aushalten müssen. Seine Abendkleider und Maßanzüge werden mit Neun-Millimeter-Pistolen beschossen, mit 44er-Magnums und Uzi-Maschinenpistolen.

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Quelle: fdt.de

600.000 Einwohner ohne Papiere

Sonntag, 06. März 2011

Rund 600.000 Menschen leben in El Salvador ohne Personaldokumente. Das entspricht 17 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. Diese Zahlen gab Staatspräsident Mauricio Funes anlässlich der Eröffnung des internationalen Workshops „Die Rolle der rechtlichen Identität für Wachstum und Humankapital” am 1. März bekannt.

Organisiert wurde dieses Treffen von der Interamerikanischen Entwicklungsbank und dem Nationalen Personenstandsregister für natürliche Personen (RNPN), um rechtliche, technologische und institutionelle Aspekte der rechtlichen Identität zu diskutieren. Thema sollten auch internationale Fortschritte auf diesem Gebiet sein. Die Teilnehmer des Workshops kamen aus Mexiko, Panama, Ecuador, Peru, Bolivien und Uruguay.

Präsident will Geburtenregistrierung fördern

Funes unterstrich bei dieser Gelegenheit die wichtige Rolle von Personaldokumenten. “Sie sind der erste Schritt zur Wahrnehmung einer Reihe von staatsbürgerlichen Rechten”, erklärte der Präsident. Menschen ohne Ausweis seien in der Gesellschaft marginalisiert.

Der Präsident kündigte zudem Schritte an, um die Zahl von unregistrierten Personen im Land zu verringern. Begonnen werden soll dabei mit der Geburtenregistrierung in den Krankenhäusern der Regionen Ahuachapán und Sonsoneter. Dort ist die Zahl von „Bürgern ohne Papiere” besonders hoch, ebenso wie die Armutsrate. Außerdem sollen die Menschen durch „Feste der Identität“ für das Problem sensibilisiert werden und dort Hinweise erhalten, wie sie sich registrieren lassen können.

Quelle: Adital; deutsch: Blickpunkt Lateinamerika

Frauen kämpfen gegen Folgen des Klimawandels

Dienstag, 01. März 2011

In El Salvador nimmt eine mächtige soziale Bewegung den Umweltschutz selbst in die Hand. Ihr geht es dabei auch um eine nachhaltige Landwirtschaft, berichtet Blickpunkt Lateinamerika.

Cristina Reyes wurde aufgrund ihrer erfolgreichen Arbeit wiedergewählt: Die Präsidentin des Gemeinderates von Ciudad Romera, an der pazifischen Küste El Salvadors gelegen, setzt sich auch in ihrer zweiten Amtszeit dafür ein, dass die Menschen Elektrizität und Trinkwasser erhalten. Ein besonderes Anliegen ist ihr außerdem der Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen, der ein entsprechendes Dienstleistungsangebot erfordert.

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Teniente Hidalgo träumt vom Kampf

Dienstag, 01. März 2011

El Salvador oder die Liebe zum Hyper-Symbolismus – ein Besuch im Museo Militar der Hauptstadt

ZoomEl Salvadors Armee ist die Beschützerin einer nach wie vor eher feudal agierenden Oligarchie. – Ein Soldat bewacht ein Gefängnis, 2010. (Bild: Keystone / EPA)

El Salvadors Armee ist die Beschützerin einer nach wie vor eher feudal agierenden Oligarchie. – Ein Soldat bewacht ein Gefängnis, 2010. (Bild: Keystone / EPA)

Als wär’s ein Roman von Mario Vargas Llosa: Im zentralamerikanischen El Salvador stecken weite Teile der Elite noch immer in den Schützengräben des Kalten Krieges.  Hinzugekommen sind bloss Antiamerikanismus und Globalisierungsangst, berichtet die NZZ in ihrer Ausgabe vom 1. März.

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