Archiv für die Kategorie ‘Soziale Bewegungen’

Soziale Bewegung – ein wichtiger Bündnispartner der FMLN

Montag, 03. Oktober 2011

Am 1. Oktober versammelten sich 2500 VertreterInnen von sozialen Organisationen der Kleinbauern, Gewerkschaften, des informellen Sektors und der kirchlichen Basisgemeinden in San Salvador.

Francisco García, von der Frente Sindical Salvadoreño (Gewerkschaftsfront) erklärte, dass  bei diesem Treffen Forderungen an die FMLN als Regierungspartei präsentiert werden, die den sozialen Wandel im  Land vorantreiben sollen. Dieser war nach den Wahlen von 2009 initiiert worden, aber es bleibt noch viel zu tun. “ARENA hat in ihren 20 Jahren an der Macht Strukturen geschaffen, die ausschließlich die Oligarchie begünstigten und den produktiven Sektor zerstörten”, so García.

Im Vorfeld des großen Treffens der sozialen Bewegungen diskutierte jede einzelne Gruppe ihre Forderungen. Die Kleinbauern fordern zum Beispiel ausreichende Nahrungsmittelproduktion, um das Land von Importen unabhängiger zu machen. Geht es nach den Vertretern der Landarbeiter, soll der Agrarsektor wiederbelebt werden. Die Gewerkschaften sprechen sich gegen weitere Privatisierungen aus, die derzeit in Form von öffentlich-privaten Joint Ventures passieren. Die Abgesandten der Kleinhändler verlangen ein Ende der Vertreibungen von ihren angestammten Plätzen.

Efren Mejía, Koordinator der Organisation País sin Hambre y Seguro (CONPHAS/Land ohne Hunger) erklärte, die sozialen Organisationen sähen in der FMLN in wichtigsten Verbündeten bei Durchsetzung des notwendigen Wandels in der Gesellschaft. Die soziale Bewegung hat sich wohl Spielräume erkämpft, die gegenwärtige Regierung ist auch des Ergebnis des Drucks eben der vielen sozialen Organisationen im Land. Aus diesem Grund erklärten die Delegierten auch ihre weitere Unterstützung für die FMLN im anlaufenden Wahlkampf.

Quelle: CoLatino

Schlaglichter einer Dreiecksbeziehung

Sonntag, 31. Juli 2011

El Salvador: der Präsident, die FMLN und die sozialen Bewegungen

von Helene Kapolnek in ila

Die linke FMLN stellt im Parlament El Salvadors die größte Fraktion. Das macht Mut. Um weiterhin bei der Bevölkerung punkten zu können, sollte die Regierung allerdings sichtbare Erfolge aufweisen. Keine leichte Aufgabe angesichts leerer Staatskassen und der Tatsache, dass die Handlungsfähigkeit der Regierung in nicht geringem Maße vom Konsens mit der parlamentarischen Rechten abhängt. Auch unterscheidet sich die ideologische Ausrichtung der FMLN in wichtigen Punkten von derjenigen des unabhängigen Präsidenten Mauricio Funes. Konflikte sind also absehbar und das macht gerade vor Wahlen, wie sie 2012 anstehen, keinen guten Eindruck auf das Wahlvolk.  … Heute regen sich in der FMLN Stimmen, die dieses Manko ausgleichen wollen. Aber wie steht die organisierte Zivilgesellschaft dazu? Möchten die vom neoliberalen Gegenwind geschwächten sozialen Organisationen zurück unter die Fittiche einer alles – außer den mit den FMLN-Stimmen gewählten Präsidenten – dominierenden Kaderpartei? Oder gibt es Alternativen, eine neue selbstbewusstere Beziehung zwischen Regierung, FMLN und sozialen Bewegungen?

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