Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Armut 2011 – das “entzückende Haus”

Samstag, 31. Dezember 2011

Der 102 Jahre alte Prudencio Amaya und seine Lebensgefährtin, die 78 Jahre alte Maria Ponce, leben in einem Haus, dessen Wände aus alten Plastikflaschen bestehen. Maria Ponce sagt, die Idee dazu kam ihr 2005 in einem Traum. Das Geld für normale Wände hätte sie nicht gehabt, lebt sie doch mit ihrem Lebensgefährten von 10 Dollar wöchentlich. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt mit einem kleinen Maisfeld und Spenden von Touristen, die nach El Transito kommen, um das “entzückende Haus” – “La Casita Encantada” – zu sehen. Gesehen und fotografiert von Rick Shulman, veröffentlicht im Fotoblog von msnbc.

Quelle: msnbc Fotoblog

El Salvador nutzt Kaffee als neue touristische Attraktion

Dienstag, 12. Juli 2011
Gerösteter Kaffee in der Concepción de Ataco, Beneficio de Café (Produktionsstätte für mehrere Kaffeebauern).

Gerösteter Kaffee in der Concepción de Ataco, Beneficio de Café (Produktionsstätte für mehrere Kaffeebauern).

Die Kaffee-Anbaugebiete El Salvadors haben damit begonnen, sich touristisch zu vermarkten. Ausgearbeitet wurden neue Routen rund um das Thema Kaffee: Die Kaffeebohnen-Ernte, den Trocknungsprozess und industrielle Verarbeitung der Bohne. Dies soll nicht nur den Tourismus fördern, sondern auch der Werbung für das Produkt Kaffee dienen. „Unsere Aufgabe ist es, den salvadorianischen Kaffee auf internationaler Ebene zu fördern und u.a. den Tourismus hierfür zu nutzen“, erläutert Patricia Valiente, die Geschäftsführerin der Vereinigung Asociación de Cafés Finos de El Salvador. Schon im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres wurden Rundreisen mit Kanadiern und Amerikanern veranstaltet, die Plantagen und Zentren der Kaffeeverarbeitung besuchten.

Archäologische Route: ein Weg, der die spektakulärsten, archäologischen Plätze der Maya-, Lenca-, und Pipil Kulturen zeigt, die ihre Spuren im Laufe der Zeit in diesem exotischen Land hinterlassen haben. Die Strecke der Route basiert auf den archäologischen Hauptparks des Landes und bietet außerdem die Möglichkeit, die Reise mit Besuchen der kolonialen Denkmäler zu ergänzen. Die Route führt den Reisenden in die Archäologischen Parks Joya del Cerén, San Andrés, Tazumal, Casa Blanca, die Stadt von Cihuatán, Siedlung von Güija, Höhlen von Corinto und Ruinen von Quelepa.

Kolonial- und Vulkanroute: Die Route verläuft durch die Regionen Ahuachapán, Santa Ana, Sonsonate, San Salvador, El Salvador im Westen sowie Usulután, San Miguel und La Union im Osten. Der Weg zeigt das natürliche und kulturelle Erbe der ländlichen Gemeinschaften, das sich auf die heutige lokale Bevölkerung übertragen hat.

Es gibt weiters historische Routen, auf denen Touristen von ehemaligen Guerilleros zu Schauplätzen des Bürgerkriegs, Gedenkstätten und Museen geführt werden.

Themenrouten sind Teil der Bestrebungen, das bisher touristisch wenig erschlossene Land zu einer Drehscheibe des Tourismus in Zentralamerika zu machen. Dazu gehören auch Tourismuskongresse, Surfweltmeisterschaften an Der Küste vor La Libertad und die Platzierung als Destination für Kreuzfahrtschiffe.

www.visitelsalvador.com; Bildquelle: carilat.de

Sightseeing mit Ex-Guerilleros

Mittwoch, 16. Februar 2011

Bürgerkrieg zieht Touristen an

Nur eine holprige Piste führt in Serpentinen über grüne Hügel nach Cinquera. Dennoch machen sich jedes Jahr 10.000 Touristen aus dem In- und Ausland auf den Weg in das kleine Dorf im Zentrum von El Salvador, berichtet n-tv. Der armselige Ort mit seinen 1800 Einwohnern hat keinerlei touristische Attraktionen zu bieten. Es ist seine Vergangenheit, die die Urlauber anlockt.

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Kräftige Impulse für den Tourismus 2012: Obama, Romero und Strände zum Surfen

Sonntag, 13. Februar 2011

El Salvadors Regierung erwartet für 2012 kräftige Zuwächse im Tourismus, vor allem wegen eines Zusammentreffens mehrerer Faktoren: der Besuch Obamas im März, eine Surfweltmeisterschaft und Erzbischof Romero, dessen Botschaft noch immer Menschen ins Land seines Wirkens lockt.

Allerdings weiß Tourismusminister José Napoleón Duarte, dass es keineswegs einfach ist, El Salvador als attraktive Destinatarin für Touristen zu platzieren, auch wenn San Salvador im September 2011 als Gastgeber des nächsten Interamerikanischen Kongresses für den Tourismus fungiert.

Anlässlich eines Besuchs in den USA informierte sich El Salvadors Tourismusminister auch über die Verwaltung der großen Nationalparks der USA und mögliche Kooperationen zwischen den beiden Ländern. Laut Duarte ist der Tourismus jener Wirtschaftsfaktor, der in den Programmen der Regierung Funes eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Armut spielt, weil im Tourismus Qualitätsarbeitsplätze geschaffen werden können. Ausländische Formen, die in Tourismusprojekte invertieren, müssen sich zur Kooperation mit lokalen Arbeitgebern verpflichten. Als Gegenleistung gibt es Ausnahmen bei der Besteuerung. Dafür müssen die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung bei Bau von Hotels berücksichtigt werden.

Jüngsten Statistiken zufolge kamen 2010 1,6 Mio. Touristen ins Land, davon fast ein Viertel aus den USA. Von diesen waren wiederum 60% Salvadorianer, die in den USA leben und vor allem im Urlaub und zu den Feiertagen ihre Familien besuchen. So gesehen spielt der Tourismus bisher nur eine untergeordnete wirtschaftliche Rolle.

Guerilla-Museum in Perquín

Guerilla-Museum in Perquín

Daher setzen die Behörden jetzt auf die Konjunktur des Obama-Besuchs und der Surf-Weltmeisterschaft, um das Land international bekannter zu machen. Ab Juni soll es dann direkte Billigflüge von Fort Lauderdale, Florida geben. Im Juni wird die Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) ihre Jahrestagung in Sal Salvador abhalten, im November wird dann eine Surfweltmeisterschaft zahlungskräftige Touristen in die Hotels und Resorts an der Pazifikküste bringen.

Im Landesinneren lockt die Friedensroute (Ruta de Paz)Menschen an Plätze, die im Bürgerkrieg zerstört und wiederaufgebaut wurden sowie eine Rundfahrt zu Stätten des Wirkens von Monsenor Romero. Die Regierung fördert die Schaffung von Wandbildern zum Gedenken an im März 1980 ermordeten Erzbischof. Und sogar am internationalen Flughafen erinnert ein Porträt an den Erzbischof.

Quelle: ansa; Foto: Ruta de Paz

1,5 Mio. Touristen 2010

Donnerstag, 23. Dezember 2010
Costa del Sol

Costa del Sol

1,5 Mio. Touristen besuchten zwischen 1. Jänner und 20. Dezember 2010 El Salvador, was einer Steigerung von 7% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die zuständigen Stellen werten dies als großen Erfolg und als Herausforderung die bisherigen Angebote weiter auszubauen und zu optimieren, so Tourismusminister José Napoleón Duarte. Die Besucher ließen 527 Mio. Dollar im Land, ein Plus von 2% im Vergleich zu 2009.

Der Großteil der Touristen kommt nach offiziellen Angaben übrigens aus der Region. Für Touristen aus den USA und Europa gilt El Salvador als unsicher und wegen der Bandenkriminalität als gefährlich. Dabei hat das Land in den letzten Jahren seine touristische Infrastruktur systematisch ausgebaut.

Quelle: Terra, Kolumbien; Foto: walkingwithelsalvador.org