Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Erfolge im Kampf gegen den Analphabetismus

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Vor den Weihnachtsfeiertagen wurde in zwei Gemeinden El Salvadors feierlich das Ende des Analphabetismus verkündet, nämlich in Comacaran in der Provinz  San Miguel und in San Francisco Lempa in der Provinz Chalatenango. Seit März 2010 haben dort alle Menschen lesen und schreiben gelernt und sich mit Hilfe des staatlichen Alphabetisierungsprogramms persönlich weiterentwickelt, so wie mehr als 100.000 andere Menschen, wie das Bildungsministerium unter Bildungsminister und Vizepräsident  Salvador Sanchez Ceren bekannt gab. Weitere Gemeinden werden im Jänner folgen.

Alphabetisiert wird nach einer in Kuba entwickelten Methode, die auch schon in anderen Ländern Lateinamerikas angewendet wurde. Alphabetisierung und Reformen im Gesundheitswesen gehören mit Sicherheit zu den wichtigsten Erfolgen von El Salvadors erster linker Regierung.

Quelle: Prensa Latina

Partei der Armen

Sonntag, 18. Dezember 2011

El Salvadors FMLN-Regierung verweist auf Erfolge, doch rechte Opposition erstarkt, berichtet André Scheer in der Tageszeitung Junge Welt.

Am kommenden Montag soll in El Salvador der erste Regierungsbezirk zu einem vom Analphabetismus befreiten Gebiet erklärt werden. Comacarán im Departamento San Miguel, rund 160 Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador, sei damit die erste Region, in der die nach dem Wahlsieg der linken Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) 2009 begonnene Alphabetisierungskampagne erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das sagte El Salvadors Vizepräsident Salvador Sánchez Cerén am vergangenen Sonntag bei einer Parteiveranstaltung. Drei weitere Bezirke sollen ebenfalls noch im Dezember in dieser Weise ausgezeichnet werden.

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Erfolge im Kampf gegen den Analphabetismus

Donnerstag, 22. September 2011

Mehr als 100.000 Erwachsenen haben seit 2010 lesen und schreiben gelernt, so Bildungsminister und Vizepräsident Salvador Sanchez Ceren. Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines ehrgeizigen Programms, das El Salvadors Regierung 2010 startete.

Bei Amtsantritt der ersten linken Regierung des Landes im Juli 2009 konnten nach offiziellen Schätzungen fast 18% der über 15-Jährigen nicht lesen und schreiben. Ziel des Alphabetisierungsprogramms der Regierung Funes ist es, die Analphabetenrate bis 2014 auf 4% zu senken. Gegenwärtig gibt es im ganzen Land 14.910 Alphabetisierungszentren mit  13.982 Freiwilligen, die sich im Rahmen des Programms “Lehren für das Leben” für die Alphabetisierung ihrer Landsleute engagieren. In diesem Jahr wurden bereits 44.000 Menschen alphabetisiert, bis Jahresende sollen noch weitere 15.000 dazukommen.

Quelle: Radio Cadena Agramonte

Zu geringe Bildungsausgaben

Sonntag, 04. September 2011

Die Bildungsausgaben El Salvadors sind trotz Anstrengungen der linken Regierung zu gering und bleiben hinter denen anderer Länder Lateinamerikas zurück, so das Ergebenis einer vergleichenden Studie der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika CEPAL. Am höchsten ist der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 13,8% in Kuba. Costa Rica und Honduras geben 7% des BIP für Bildung aus, Bolivien 6,7 und Mexiko 5,5%. Eine Reihe von Ländern wendet weniger als 4% des BIP für Bildung auf, nämlich Venezuela mit 3.8%, Chile 3.6%, El Salvador, Guatemala und Nicaragua mit 3.2% sowie Uruguaymit 3.1%.

El Salvadors Erziehungsminister und Vizepräsident Salvador Sánchez Cerén versprach jetzt, diesen Wert bis 2015 auf 5% zu erhöhen und sich längerfristig an Costa Rica zu orientieren. In den letzten beiden Jahren unternahm El Salvador große Anstrengungen, den Analphabetismus auszurotten und möglichst vielen Kindern auch aus ärmeren Schichtendurch die Verteilung von Schulmaterialien und Schuluniformen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Quelle: La Pagina

Menschenrechtsgruppen kritisieren Militärdienst für gefährdete Jugendliche

Montag, 04. Juli 2011

Die Serie der kritischen Stellungnahmen zum Plan von Präsident Funes, gefährdete Jugendliche für sechs Monate in militärische Einrichtungen zu stecken und dort zu besseren Bürgern zu machen, reißt nicht ab, wie ips aus El Salvador berichtet.

Laut Funes’ Vorschlägen sollen etwa 5000 gefährdete Jugendliche zwischen 16 und Jahren sechs Monate lang unter der Aufsicht von Offizieren der Armee Disziplin erlernen und sportliche Aktivitäten ausüben – allerdings ohne Waffen. Sie sollen für den Zivil- und Katastrophenschutz ausgebildet werden.

Anschließend sind weitere sportliche Aktivitäten, Kurse in erster Hilfe und der Erwerb von beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen vorgesehen. Insgesamt wird das Programm ein Jahr dauern, während dieser Zeit sollen die Jugendlichen ein monatliches Taschengeld von 250 Dollar erhalten und in Ausbildungszentren kaserniert bleiben. Diese werden von der Armee speziell für diese Zwecke eingerichtet. Der Fokus der Ausbildung ist auf sozialer Integration und der Förderung des produktiven Potenzials der Jugendlichen.

Diese Pläne stoßen jedoch auf Kritik von Menschenrechtsorganisationen. Die Regierung hat keine Ahnung, wozu das Programm führt, so Benjamín Cuéllar von Menschenrechtsinstitut der Jesuitenunversität (IDHUCA). Er sieht mit diesem Programm noch mehr Druck auf Jugendliche zukommen, weil sie dank dieser Fördermaßnahmen zu qualifizierten Arbeitskräften für die Gangs und die Drogenmafia werden.

Für Cuéllar wäre es vernünftiger, Sportplätze und Ausbildungszentren für junge Menschen zu öffnen und ihnen gleichzeitig Arbeitsmöglichkeiten zu geben. Denn nach einem Jahr in der Armee kehren sie in ihre von Armut und Kriminalität geprägte Umgebung zurück, wo sie wiederum dem Druck der Gangs (maras) ausgesetzt sind.

Daher ist es besser, Jugendlichen Lebenschancen zu eröffnen. Militärischer Drill – wie in Boot Camps – ist allenfalls eine Alternative zum Einsperren in überfüllten Gefängnissen. Aber zwangsweise Militärdienst, für jemanden, der als Risikojugendlicher eingestuft wird, verletzt die Menschenrechte, welche für alle gelten. Außerdem weisen Experten darauf hin, dass die Rekrutierung von Jugendlichen für dieses Programm auch den Artikel 38 der Kinderrechtskovnention der UNO verletzt, wenn Jugendliche unter 18 Jahren betroffen sind.  Bildungsexperten wie Óscar Picardo fordern daher mehr Investitionen in Schulbildung.

Quellen: ips; Tim’s El Salvador Blog; Bildquelle: aler.org

Erfolge bei der Alphabetisierungskampagne

Freitag, 31. Dezember 2010

Das nationale Alphabetisierungsprogramm “Educando para la vida“, ist ein integraler Bestandteil des staatlichen Bildungsplans “Vamos a la Escuela”, der allen den Zugang zu elementarer Bildung und damit die Möglichkeit zu einer besseren Lebensqualität bieten soll, die Voraussetzung für eine aktive Beteiligung an der Entwicklung des Landes, berichtet El Independiente.

Alphabetisierung am Land

Alphabetisierung am Land

Die Reduktion des Analphabetismus ist ein wichtiges Ziel der Regierung Funes. Bei Organisation des Programms greifen die zuständigen Regierungsstellen auf die Erfahrungen anderer lateinamerikanischer Länder zurück. Immerhin haben sich alle Länder des Kontinents bei einem Iberoamerikanischen Gipfel in Mar de Plata verpflichtet bis 2015 die vollständige Alphabetisierung der Region zu erreichen und damit auch andere Entwicklungsziele zu fördern.

Ein sehr erfolgreiches Programm heißt “Yo sí puedo”, mit dessen Hilfe schon mehr als 4,5 Mio. Menschen in Iberoamerika alphabetisiert wurden. Dieses Programm wurde auch für El Salvador adaptiert.

Mehr als 1.500 Menschen sind in Alphabetisierungskommissionen auf Provinz- und Gemeindeebene aktiv, darunter hunderte jugendliche Freiwillige und viele hunderte „asociados“, die gerade lesen und schreiben lernen in ihren jeweiligen Alphabetisierungszirkeln.

Diese Breite an Erfahrungen hat es auch möglich gemacht, dass die Alphabetisierungskampagne große Fortschritte macht, so dass das Ziel, die Analphabetenrate bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Funes von 17,9% auf 4% zu senken, realistisch scheint. 2009 konnten mehr als 680.000 Menschen nicht lesen und schreiben.

Dieses ehrgeizige Ziel kann nur durch die Partizipation aller Sektoren der Gesellschaft erreicht werden. 2010 konnten schon mehr als 52.000 Menschen alphabetisiert werden. Möglich wurde dies durch die unermüdliche Tätigkeit von 14 Provinzkoordinatoren, 366 Promotoren, 32 Technikern, 14 Alphabetisierungskoordinatoren sowie über 9200 Alphabetisierungszirkeln, die im ganzen Land gebildet wurden.

Quelle: El Independiente (29.12.2010); Foto: noticiascolegios

Alphabetisierung schreitet voran

Freitag, 03. Dezember 2010
Salvador Sánchez Cerén

Salvador Sánchez Cerén

Vizepräsident und Bildungsminister Salvador Sánchez Cerén zeigte sich Anfang Dezember zufrieden über die Fortschritte des  Alphabetisierungsprogramms der Regierung. Die Linksregierung erfüllt damit ein wichtiges Wahlversprechen.

Das Ziel war die Alphabetisierung von 70.000 Menschen in einem Jahr. Diese Vorgabe sei bisher zu 54% erfüllt. 36.000 Erwachsene seien derzeit in noch Alphabetisierungsprogrammen.

Die Analphabetenrate in El Salvador liegt laut Sánchez Cerén bei 17.9%, in absoluten Zahlen sind das 682.399, wovon fast  421.000 Frauen sind (ca. 61%). Bis zum Ende der Regierung Funes 2014 soll die Analphabetenrate auf 4% gesenkt werden.

Sánchez Cerén  bedankte sich bei den etwa 8000 Freiwilligen (häufig ältere SchülerInnen und StudentInnen), die das Programm tragen und in die Praxis umsetzen. Sie arbeiten mit Methoden, die es Erwachsenen leichter machen, Lesen und Schreiben zu lernen.  Zur leichteren Aneignung der Buchstaben werden diese mit Zahlen verknüpft, eine Methode, die sich an der kubanischen Yo sí puedo-Kampagne orientiert und auch schon in anderen Ländern wie z.B. in Venezuela eingesetzt wurde.

Alphabetisierungsfeier in Nueva Concepción

Alphabetisierungsfeier in Nueva Concepción

Sánchez Cerén ist einer der historischen Kommandanten der Guerillabewegung. Er ist ausgebildeter Lehrer und jetzt neben seiner Aufgabe als Vizepräsident auch Bildungsminister. Vor kurzem nahm er in Nueva Concepción an einer Alphabetisierungsfeier von 1000 Erwachsenen teil.

Sánchez Cerén verwies auch auf die Fortschritte im Schulbereich. Seit dem laufenden Schuljahr stattet die Regierung die SchülerInnen mit Schuluniformen, Schuhen und Unterrichtsmitteln aus. 300.000 SchülerInnen kamen 2010 in den Genuss dieses Programms, nächsten Jahr sollen es 100.000 mehr sein.

Quelle: Prensa Latina; Foto: Prensa Latina; Voces