Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

El Salvador feiert 200. Jahrestag der Unabhängigkeitsbewegung

Montag, 07. November 2011

Am. 5. November 1811 leitete der Priester José Matías Delgado zusammen mit anderen Vertetern der Oberschicht der damaligen Zeit die Bewegung für die nationale Unabhängigkeit des Landes von Spanien ein.  Legendär ist sein kolportierter “Schrei nach Freiheit”. Unterstützt wurde er dabei von den Brüdern Bernardo und Manuel José Arce sowie Mariano Fagoaga und José Cecilio del Valle. Das Ziel dieser Bewegung war es, die Repräsentanten der spanischen Krone abzulösen und durch lokale Autoritäten zu ersetzen. Die eigentliche Unabhängigkeit wurde zehn Jahre später (1821) erreicht.

Die Feiern fielen angesichts der schweren Hochwasserkatastrophe der vergangenen Woche bescheiden aus, wie der zuständige Sprecher der Präsidentschaftskanzlei betonte. In den wichtigsten Zentren des Landes fanden Kulturveranstaltungen statt. Weihbischof Rosa Chavez sprach bei einer Messe von der Notwendigkeit einer neuen Unabhängigkeit, um das Land von Armut und struktureller Ungerechtigkeit zu befreien.

Präsident Funes nahm – ohne Angabe von Gründen – weder am Gedenkakt im Parlament noch an der Kranzniederlegung vor dem Zentrum für Militärgeschichte teil.

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Quelle: Spanish People Daily; Bicentario

Unwetter verursachen Schäden an kulturellem Erbe

Dienstag, 18. Oktober 2011

Die seit Tagen anhaltenden Regenfälle haben Schäden am kulturellen Erbe in El Salvador hinterlassen. Mehrere Kulturgüter und archäologische Stätten, darunter die archäologische Ausgrabungsstätte Joya de Cerén bei San Juan Opico, wurden schwer beschädigt. Dort war erst vor kurzem eine Straße aus der Zeit der May entdeckt worden. Joya de Cerén gilt als Pompej Zentralamerikas.

“Wir haben  in verschiedenen archäologischen Stätten schwere und bedauerliche Schäden registriert. Durch die sintflutartigen Regenfälle gab es  eine massive Zerstörung”, teilte Ramón Rivas, Direktor des Instituts für Nationales kulturelles Erbe mit. Nach seinen Worten fließt in dem präkolumbischen Dorf der Maya das Wasser von den Wänden. “Wir arbeiten ununterbrochen, aber das Wasser fließt unaufhörlich. Wir haben Kontakt zur UNESCO aufgenommen und erwarten deren Entsendung von qualifizierten Mitarbeitern”, sorgt sich Rivas.

Die auch als amerikanisches Pompeji bezeichnete Stätte gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der wichtigsten archäologischen Stätten Mittelamerikas, da es im Gegensatz zu anderen Funden das Leben des einfachen Volkes zeigt. Etwa im Jahr 600 begrub eine Eruption eines nahegelegenen Vulkans das Dorf unter 14 Schichten Asche und schützte es so gegen Verwitterung.

Rivas gab bekannt, dass in San Andrés, einer präkolumbischen Maya-Stätte in der Provinz La Libertad, ebenfalls “ernsthafter Schaden” entstanden sei. Ein nahe gelegener Fluss überflutete und überschwemmte Teile des ursprünglichen kleinen Maya-Dorfes im Zapotitán-Tal. “In San Andrés sind die Schäden größer als in Joya de Cerén. Dies ist ein unkalkulierbarer Verlust für das kulturelle Erbe unseres Landes”, beklagte Rivas.

Im Herzen von San Salvador wurden durch zahlreiche Wassereinbrüche Schäden am Nationalpalast und am Nationaltheater registriert, die allerdings als “nicht schwerwiegend” bezeichnet werden.

Quelle: latina-press

Archäologische Stätten in den Bergen entdeckt

Donnerstag, 30. Juni 2011

Wie der Kulturminister bekannt gab, wurden in den Bergen El Salvadors zwei archäologische Stätten entdeckt, in relativ großer Höhe, wie es heißt. Eine davon könnte die älteste Fundstätte des Landes sein.

Ausgrabungen

Ausgrabungen

Bis jetzt war man davon überzeugt, dass die archäologischen Stätten im Flachland lägen, jetzt hat man erstmals auch in den Bergen Überreste früherer Zivilisationen entdeckt, so der Verantwortliche für das kulturelle Erbe, Ramón Rivas.

Nach dreijährigen Ausgrabungen wurden jetzt archäologische Überreste im Kaffeeanbaugebiet von Concepción de Ataco und Los Tablones in der Provinz Ahuachapán im Westen des Landes freigelegt und zwar auf einer Seehöhe von 1250 Meter. Die Funde werden den Olmeken zugerechnet, deren Zivilisation sich zwischen 1500 und 100 v. Chr. im Südosten des heutigen Mexiko entfaltete. Die Ausgrabung von Ataco wird vom salvadorianischen Archäologen Federico Paredes von der Universität von Pennsylvania geleitet. Sein Landsmann Roberto Gallardo vom Kulturministerium leitet die Ausgrabung von Los Tablones.

Laut Rivas könnte die Fundstätte von Ataco eine der ältesten El Salvador sein. Die meisten bisherigen Fundstätten in El Salvador stammen aus der klassischen Periode der Mayakultur zwischen 650 und 900 n.Chr. Allerdings sind noch weitere Forschungen für eine genaue Datierung notwendig. Die Archäologen versprechen sich von den neu entdeckten Fundstätten Aufschlüsse über die gesellschaftlichen Entwicklung im heitigen El Salvador. Menschliche Überreste wurden bis jetz nicht entdeckt. Allerdings hat man mehrere Pyramiden gefunden.

Quelle: efe

El Salvador und die “School of the Americas”

Freitag, 05. November 2010

Schauspielerin Susan Sarandon erzählt in mehreren Youtube-Clips die Geschichte der US-Einmischung und Mitverantwortung für die Morde und Massaker während des Bürgerkriegs in den Achtzigerjahren. Die meisten verantwortlichen Offiziere wurden in der “School of the Americas§, damals in Panama, ausgebildet. Sehenswert!

Quelle: Democratic Underground