Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Weniger Morde und niedrigere Zinsen

Donnerstag, 26. Juli 2012

Der Waffenstillstand zwischen den beiden größten und gewalttätigsten Gangs (Barrio 18 and Mara Salvatrucha) vom 9. März zeigt Früchte. Die Zahl der Morde ist deutlich gesunken, die Zinsen für Staatsanleihen auch. Das Abkommen wurde anfangs mit Skepsis beäugt und vielfach als Kapitulation der Regierung vor den Gangs kritisiert. Allein die Erfolge scheinen den Verhandlern auf Seiten der Kirche (Militärbischof Fabio Colindres) und der Regierung (Innenminister Munguía Payes) Recht zu geben. In den Nachbarstaaten, in denen Gangs auch großen Einfluss gewonnen haben, wächst das Interesse an dem Experiment. Am 12. Juli machte sich sogar der Generalsekretär der OAS (Organisation amerikanischer Staaten) Jose Miguel Insulza persönlich ein Bild von der Lage und besuchte Anführer der Gangs im Gefängnis.

Seit dem Waffenstillstand fiel der Zinssatz für Staatsanleihen um mehr als einen halben Prozentpunkt, doppelt so stark wie im lateinamerikanischen Durchschnitt.  Vertreter von Investmentfirmen verweisen eindeutig auf den Zusammenhang mit dem Rückgang in der alltäglichen Gewalt und der Mordrate. Diese war nach UN-Angaben mit 62 Morden auf 100.000 Einwohner 2011 die zweithöchste in der Welt (hinter Honduras mit 82). Seit März ging die Zahl der Morde um 70% zurück, von 14 Morden täglich auf 4.

Die Bandenchefs setzten jetzt auf soziale Verantwortung und zeigen, dass sie nicht nur Teil des Problems sondern Teil der Lösung seien, indem sie zu einer friedlichen Gesellschaft beitragen. Jetzt ist allerdings die Regierung gefordert, mit Reintegrationsprogrammen und der Schaffung von Bildungschancen und Jobs für Gangmitglieder eine Perspektive für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen.

So bleibt noch viel zu tun, wobei die Regierung eine Fortsetzung des Waffenstillstands viel notwendiger braucht als die Maras, um das Land aus der wirtschaftlichen Krise zu führen und wenigstens die Wachstumsraten der Nachbarstaaten zu erzielen.

Quelle: Bloomberg News

zum Weiterlesen: Artikel in Sütirol online

Geldüberweisungen und Haushaltseinkommen

Freitag, 07. Oktober 2011

Die Zeitung La Prensa Gráfica publizierte vor kurzem einen Artikel über die Bedeutung der Geldüberweisungen (”remesas”) aus dem Ausland für das Einkommen der Empfängerfamilien in El Salvador. Die Zahlen stammen von einer Umfrage der salvadorianischen Regierung im Jahr 2010.

  • Mehr als  337,000 Familien bekommen monatliche Geldtransfers, das sind 21% der Haushalte.
  • 91,6% verwenden die Zuwendungen ihrer im Ausland lebenden Verwandeten für den unmittelbaren Konsum, nur 1,4% sparen einen Teil oder alles.
  • Die privaten Geldtransfers machen 17% des nationalen Einkommens aus, das ist einer höchsten Werte in Lateinamerika.
  • Die Geldtransfers helfen auch die Armut zu verringern. 70% der Haushalte, die Geld aus dem Ausland bekommen, sind über der Armutsgrenze.
  • Die meisten Haushalte bekommen zwischen 46 und 113 Dollar pro Monat.
  • Mehr als 90% der Salvadorianer haben einen Verwandten, der in den USA lebt.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2011 kamen auf diese Weise 2,422 Mrd. Dollar ins Land, was gegenüber dem Jahr davor eine Steigerung von 4,8% bedeutet.

Quelle: La Prensa Gráfica

El Salvador – Krise wie in Griechenland?

Freitag, 19. August 2011

FUSADES (Fundación Salvadoreña para el Desarrollo Económico y Social/Salvadorianische Stiftung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung), ein Thinktank,  warnt vor einer Wirtschaftskrise ähnlich wie in Griechenland, wenn das Land seine Budgetpolitik nicht in den Griff bekommt.

Die Schuldenkrise in den USA verschlimmert die Lage in El Salvador, weil sie wegen der Dollarisierung und der Geldtransfers (”remesas”) unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaft des armen zentralamerikanischen Staates hat. Zudem leidet El Salvador noch immer unter den Folgen der Rezession von 2008. Die Geldtransfers steigen derzeit aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit unter der hispanischen Bevölkerung in den USA nur mäßig, nämlich 4,3% in diesem Jahr.

Das Land hat ein Stand-by-Abkommen mit dem IWF (Internationaler Währungsfonds), wonach die öffentliche Verschuldung 2011 3,5% des Bruttoinlandsprodukts nicht übersteigen darf. Das wären derzeit 690 Mio. Dollar. Analysten rechnen allerdings mit einer Verschuldung von 4,2% oder etwa 900 Mio. Dollar.

Ein weiteres Problem ist die  Inflationsrate von 5,32% seit Jänner. Dazu kommt noch eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, das jüngst vom IWF und der salvadorianischen Zentralbank von 2,5% auf 2% korrigiert wurde – eine direkte Folge der Schuldenkrise in den USA, an dessen Wirtschaft El Salvador schon aufgrund der Dollarwährung eng gebunden ist. Das Wachstum wurde weitgehend von der Exportwirtschaft generiert. Der Großteil der Familien findet kaum neue Arbeitsplätze und ist überdies mit den Auswirkungen der Inflation konfrontiert, die im Juli 6,5% erreichte. Besonders verteuert haben sich Grundnahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs im Jahresvergleich, nämlich um 35% in der Stadt und 15% am Land, so dass man von einer Zunahme der Armut ausgehen muss.

Quellen: ContraPunto; FUSADES

Rating-Agentur Fitch verbessert Prognose für El Salvador

Samstag, 30. Juli 2011

Die Rating-Agentur Fitch verbesserte am, 28. Juli ihre Prognose für El Salvador. Das Land wird weiterhin mit BB bewertet, die Prognose für die nächsten Monate wurde allerdings auf “stabil” gesetzt (bisher “negativ”). Das bedeutet, dass El Salvador in nächster Zukunft keine Abwertung seiner Kreditwürdigkeit zu befürchten hat.

Die bessere Prognose ist das Ergebnis von Fortschritten der Regierung Funes bei der Budgetkonsolidierung und die erwartete Stabilisierung bei den Staatsschulden sowie eines Abkommens mit dem Währungsfonds (IWF). Erich Arispe, Direktor der Grupo Soberano von Fitch lobte die Regierung Funes für Fortschritte bei der Reduktion der finanziellen Belastungen des Landes, nicht zuletzt dank internationaler Hilfsgelder und dem Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten.

Problembereiche bleiben allerdings die Staatsschulden und das schwache Wirtschaftswachstum. Fitch fordert höhere Steuereinnahmen, um die sozialen Forderungen zu erfüllen und die Konsolidierung voranzutreiben. Fitch sieht die Wirtschaft  sehr verletztlich gegenüber inneren und äußeren Krisen. Gründe für das schwache Wachstum sind die schmale Exportbasis, die hohe Kriminalität, geringe Investitionen und Produktivität.

Quelle: El Mundo; Fitch

Mehr als 1,8 Mrd. Dollar Geldtransfers aus dem Ausland im ersten Halbjahr

Samstag, 16. Juli 2011

El Salvadors Zentralbank (Banco Central de Reserva/BCR) veröffentlichte am 15. Juli ihren Halbjahresbericht über die privaten Geldtransfers aus dem dem Ausland (remesas). Demnach flossen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres  mehr als 1,8 Mrd. Dollar ins Land, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 4,3% bedeutet. Durchschnittlich gelangen 302 Mio. Dollar monatlich auf diesem Weg nach El Salvadr (2010: 289 Mio.). 75% dieser Summe werden über Banken transferiert, der Rest über direkte und informelle Kanäle. Laut Zentralbank nützen immer mehr Menschen den Weg über Banken.

2010 machten die privaten Geldtransfers 16,3% des Bruttoinlandsprodukts aus, was etwa 79% der gesamten Exporterlöse entspricht. Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die wirtschaftliche Bedeutung der Geldtransfers. Der größte Teil davon kommt aus den USA, wo etwa 2,5 der 2,8 Mio. Auslandssalvadorianer leben. Die steigenden Geldtransfers sind eine direkte Folge der Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt.

Quelle und Bildquelle:  Banco Central de Reserva

El Salvador: Avianca startet Direktflug nach Kuba

Donnerstag, 14. Juli 2011

Drei Flüge pro Woche

Die Airline “Avianca-TACA” hat zum 06. August einen Direktflug von El Salvador nach Kuba angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens wird die Strecke nach Havanna drei Mal pro Woche bedient.

Avianca-TACA fliegt derzeit mehr als 100 Flugziele, darunter Brasilien und die Dominikanische Republik, an. ”Diese neue Flugverbindung wird die Tourismus-und Handelsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern stärken und ermöglicht den Anschluss in andere wichtige Märkte in der Region”, so Danilo Correa, Regional Director für Mexiko, Mittelamerika und der Karibik.

Die Route wird mit einem Airbus A-319 (120 Passagiere) bedient. Die Maschinen starten jeweils am Dienstag, Donnerstag und Samstag von San Salvador und kehren am Montag, Mittwoch und Freitag zurück.

Quelle: Latina Press

El Salvadors Arme leiden unter der Inflation

Mittwoch, 22. Juni 2011

In einer jüngst vom Meinungsforschungsinstitut der Jesuitenuniversität UCA veröffentlichten Meinungsumfrage gaben 83% der Befragten an, dass die Lebenshaltungskosten gestiegen seien. Ein erklecklicher Teil der Befragten lastet dies Präsident Funes an, der nach Ansicht vieler bei der Inflationsbekämpfung versagt hat.  Diese Einschätzung bestätigt jetzt ein Bericht von 7marketspot.com, der aktuelle Zahlen zur Inflation in dem mittelamerikanischen Land veröffentlicht.

Die Auswirkungen der höheren Rohstoffpreise setzt die Regierung Funes unter Druck, die steigende Inflation einzudämmen – und das bei andauernd schwacher Inlandsnachfrage. Nach Angaben der Zentralbank (Banco Central de Reserva de El Salvador/BCR), stiegen die Preise von April 2010 bis zum heurigen April um 6%. DerVergleichswert für Dezember lag bei 2,1%, im letzten Jahr gingen die Preise sogar um 0,2% zurück. Hauptverantworltich für denPreissprung sind die um 40% gestiegenen Ölpreise. Dazu kommt noch die starke Abhängigkeit von Getreideimporten, deren steigende Preise schwer auf den Konsumenten lasten.

Laut einer jüngst veröffentlichten Studie der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) ist El Salvador eines von vier Ländern in Lateinamerika (Bolivien, Guatemala, Dominikanische Republik), wo steigende Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt den Preisindex für Konsumenten um 10% oder gar mehr in Höhe treiben könnten. Schon jetzt rechnet die salvadorianische Zentralbank mit einer Inflationsrate von 4,8% für Dezember 2011 – ein Wert, der deutlich über den prognostizierten 2,8% liegt. Das führt mit Sicherheit zu allgemeiner Unzufriedenheit, bedroht aber auch die bescheidenen Wachstumsaussichten des Landes, weil Kaufkraft und Sparquote bei hoher Inflation sinken.

Da der Dollar die Landeswährung ist, gibt es nur geringe Möglichkeiten für eine eigenständige Geldpolitik. Die Regierung Funes setzt daher auf eine Sektor orientierte Politik im Kampf gegen die Inflation. So beschloss das Parlament im Mai die Aussetzung der Treibstoffsteuer bis zum Ende des Jahres, um die Auswirkungen der gestiegenen Ölpreise auf die Konsumenten gering zu halten. Die Importe von Bohnen, ein wichtiges Grundnahrungsmittel vor allem in ärmeren Haushalten, wird subventioniert.

Nur mehr subventioniert leistbar

Nur mehr subventioniert leistbar

Die Inflation ist nur ein Symptom für die Verletzbarkeit der Wirtschaft des Landes, das von Nahrungsmittel- und Ölimporten abhängig ist und in dem Naturkatastrophen die Ernte eines Jahres zerstören können. Das Land braucht dringend eine Politik, welche die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln  und den Einsatz alternativer Energien forciert.

Qullen: 7Marketspot, Tim’s El Salvador Blog; Bild: El Nuevo Diario

Preissenkungen bei Benzin und günstige Kredite für die Landwirtschaft

Sonntag, 01. Mai 2011

Am 29. April kündigte die salvadorianische Regierung eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der Preissteigerung bei Nahrungsmitteln (vor allem von Bohnen)  und Treibstoffen an. Die Treibstoffpreise sind in den letzten Wochen nämlich in einigen Regionen auf über 5 Dollar pro Gallone (=3,8 Liter) gestiegen. Die Preise für Benzin sollen gesenkt werden, und für die Landwirtschaft werden 40 Mio. Dollar an Krediten bereitgestellt, um die Nahrungsmittelproduktion anzukurbeln. Damit sollen die Auswirkungen der Inflation auf die Endverbraucher verringert werden, so der Wirtschaftsbeauftragte des Präsidenten, Alex Segovia.

Die Benzinpreise sollen um 25c pro Gallone gesenkt werden vor allem durch die vorübergehende Aussetzung einer Steuer. Die Maßnahme tritt am 2. Mai in Kraft. Für die Endverbraucher bedeutet das eine geschätzte Einsparung von 20 Mio. Dollar im Jahr, so Segovia. Die Zulassung neuer Anbieter am Markt soll zudem den Wettbewerb fördern und helfen die Preise zu senken, um die Auswirkung der weltweit gestiegenen Ölpreise zu mindern. Die Aussetzung der Steuer muss allerdings noch von der Nationalversammlung beschlossen werden.

Die Kredite für die Landwirtschaft – von denen 20 Mio. schon bisher vorgesehen waren – sollen in erster Linie dazu führen, dass mehr Grundnahrungsmittel, Gemüse und Früchte im Land produziert werden. Begünstigt werden vor allem Kleinbauern, die jeweils 6000 Dollar erhalten sollen. Die Regierung verbindet mit dieser Maßnahme auch die Erwartung, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und El Salvador weniger abhängig von Nahrungsmittelimporten wird.

Quelle: epa

Inflation von 4,8% für 2011 erwartet

Sonntag, 01. Mai 2011

Am 29. April korrigierten die salvadorianischen Behörden die erwartete Inflationsrate für 2011 nach oben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Aufgrund anhaltend hoher Preise für Öl und Nahrungsmittel – national wie international – erwarten sie für das laufende Jahr eine Inflationsrate von fast 5%.

Der Wirtschaftsabeauftragte von Präsident Funes, Alex Segovia, ging ursprünglich von einer Inflation von 2,8% aus. Aufgrund der krisenhaften Entwicklung der Ölpreise musste jetzt nach oben  korrigiert werden. Laut Segovia ist die berichtigte Inflationsrate noch immer eine der niedrigsten in der Region.

El Salvadors Wirtschaft hängt wegen der Einführung des Dollars vor 10 Jahren  sowie den Geldtransfers („remesas“) eng von der Wirtschaftsentwicklung in den USA ab, wo für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5% erwartet wird.

Quelle: Reuters

Fünf Jahre CAFTA

Freitag, 04. Februar 2011

Im März sind es fünf Jahre, dass das Freihandelsabkommen  CAFTA (Dominican Republic – Central America Free Trade Agreement) in Kraft getreten ist. Besonders vehement war die Opposition gegen CAFTA in El Salvador, wo sich eine breite Bewegung aus sozialen Organisationen gegen das Abkommen formierte.  In den nächsten Wochen wird wohl von verschiedenen Seiten Bilanz über fünf Jahre CAFTA gezogen werden.

Auf alterinfos.org erschien vor kurzem ein Artikel von Leonard Morin mit dem Titel: El Salvador – die zweifelhaften Segnungen des Freihandels. Dieser Artikel ist absolut lesenswert, ist man an einer kritischen Einschätzung des Abkommens interessiert, wie das folgende Zitat zeigt:

Morin interviewte ein Reihe von Gewerkschaftern,  Betroffenen und Experten. Einer davon ist Gilberto García vom Center for Labor Studies and Support (Centro de Estudios y Apoyo Laboral, CEAL). Er merkt an, dass „die salvadorianischen und die US-Behörden in den Jahren 2003-2005  behaupteten,  das Freihandelsabkommen werde die Lösung sein, es werde all die wirtschaftlichen Probleme der Region lösen. Die Regierungen dieser Jahre wiederholten immer wieder, dass sich alles verbessern, dass sich alles ändern werde.  Es werde mehr Arbeitsplätze geben, mehr Investitionen mehr Wohlstand usw. Jetzt sagen sie uns: Man kann keinen Zusammenhang zwischen den sich verschärfenden Problemen und dem Freihandelsabkommen aufzeigen. Was man allerdings eindeutig feststellen kann, ist, dass alles was die Regierungen vor fünf Jahren versprochen haben, nicht eingetreten ist.“

Gleich zu Beginn des Artikels zitiert Morin Marielos DeLeón von der  National Coalition for a Safe Country without Hunger (Concentración Nacional por un País sin Hambre y Seguro, CONPHAS), die desillusioniert feststellt. „Sie schließen (die Maquilas) an einer Ecke und öffnen  sie an einer anderen. Die Maquilas kommen ins Land und behaupten, sie würden neue Arbeitsplätze schaffen; letztendlich allerdings unterminieren sie nur die Stabilität für die Arbeiter.“ Und Oscar Rivas von der Gewerkschaft der Angestellten des Hospital Bloom  ergänzt. „ CAFTA hat mehr Armut, mehr Jobs mit prekären Einkommen geschaffen.“ Medizinischen Produkte aus den USA können leichter importiert werden, der Vertrieb in El Salvador wird jedoch von einer einzigen Firma kontrolliert, sodass weiter ein Monopol herrscht.“

Selbst  Mario Magaña, von der salvadorianischen Industrie- und Handelskammer  räumt ein, dass die positiven Auswirkungen von CAFTA erst in 10, 15 oder 20 Jahren sichtbar werden.  Man kann CAFTA nicht an den Auswirkungen der ersten fünf Jahre messen, waren doch die letzten zwei Jahre wirtschaftliche Krisenjahre.

Es ist schwierig, die Auswirkungen von CAFTA eindeutig festzumachen. Wie soll man den Einfluss der Lockerung der Handelsbarrieren mit den Auswirkungen des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs gegenrechnen? Wie verhält es sich mit den hohen Kosten von Kriminalität und Gewalt angesichts des wachsenden Bedeutung Chinas für den Welthandel? Wie soll man den Einfluss des politischen Führungswechsels in El Salvador in diesem Zusammenhang bewerten?  Das ist alles nicht möglich, dennoch werden einige Experten und Journalisten eine solche Einschätzung versuchen.

Quellen: Tim’s El Salvador Blog; alterinfos.org