Archiv für die Kategorie ‘Maquilas’

Wo Rechte nicht einmal theoretisch gelten

Samstag, 05. Mai 2012

Internationale Konzerne lassen in Mittelamerika in freien Produktionszonen zu Dumpinglöhnen arbeiten. Sie versprechen Jobs, untergraben aber soziale Standards, berichtet Verena Kainrath im Standard.

Mit Stacheldraht umwickelte Mauern ziehen sich hunderte Meter entlang der Straße. Durch streng bewachte Tore strömen unablässig Frauen. Dahinter gesichtslose Hallen. Es sind die Maquilas von El Salvador – riesige Montagewerke auf freien Produktionszonen. Kostenlose Infrastruktur zog Unternehmen aus aller Welt in das von Armut und Gewalt geprägte karge Hinterland der Hauptstadt San Salvador. …

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adidas/El Salvador: „Kontrollen verkommen zu Alibi-Maßnahmen“

Donnerstag, 12. Mai 2011

Anlässlich der am heutigen Donnerstag (12. Mai) in Fürth stattfindenden Hauptversammlung des Sportartikelherstellers adidas kritisiert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign/ CCC) gravierende Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten in der Lieferkette des Sportkonzerns, berichtet adhoc news.

Die Vorwürfe der adidas-KritikerInnen: Seit Jahren hat sich an der Situation der NäherInnen, die für adidas-Reebok fertigen, nichts verbessert. Jüngstes Beispiel: der Fall Ocean Sky in El Salvador. Die Fabrik fertigte auch für adidas-Reebok. Die ArbeiterInnen – hauptsächlich Frauen – arbeiteten in einer Freihandelszone, die von Stacheldraht umzäunt ist und die von mit Gewehren bewaffneten Wachen patrouilliert wird. Die Temperaturen in der Fabrik erreichten bis zu 37 Grad.  Die ArbeiterInnen wurden beschimpft und gedemütigt.

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adidas und Puma: Zweifel an Versprechungen

Dienstag, 01. Februar 2011

Arbeitsbedingungen bei Zulieferern der Sportartikelhersteller erneut in der Kritik – Firmen nehmen Thema ernst

Zum wiederholten Male stehen adidas und Puma in der Kritik, ihre Produkte unter fragwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen — und zum wiederholten Male versprechen beide, sich darum zu kümmern, berichten die Nürnberger Nachrichten. Kritiker bezweifeln indes die Ernsthaftigkeit der Worte der Sportartikel-Hersteller.

Der chinesische Fabrikant Yue Yuen, der für adidas Laufschuhe fertigt, hält sich nach eigenen Angaben strikt an die Arbeitsgesetze. Ein Zulieferer-Betrieb in El Salvador indes ist jetzt in die Kritik geraten.

Foto: Angela Giese

Für die Textilindustrie ist es ein heikles Thema: Regelmäßig sieht sie sich Vorwürfen ausgesetzt, ihre T-Shirts, Turnschuhe oder Fußbälle in Entwicklungsländern auf dem Rücken der dortigen Arbeiter unter unwürdigen Bedingungen fertigen zu lassen — zum Wohle der eigenen Profite. Dieses Mal hat es die Herzogenauracher Unternehmen adidas und Puma getroffen.

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Wegen Arbeitsbedingungen in El Salvador: Vorwürfe gegen Zulieferer von adidas und Puma

Samstag, 29. Januar 2011

Für die beiden größten deutschen Sportartikelhersteller adidas und Puma müssen Arbeiterinnen in El Salvador nach Informationen des “Spiegels” offenbar unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Das Hamburger Nachrichtenmagazin beruft sich auf eine Studie der US-Organisation National Labor Committee: Demzufolge waren beim Zulieferer Ocean Sky Wochenschichten von über 60 Stunden Normalität.

Die rund 1.500 Beschäftigten hätten bei rund 37 Grad Celsius unter Kameraüberwachung im Akkord produzieren müssen – so etwa Trikots für Puma und die adidas-Tochter Reebok. Die Löhne seien unzureichend, Überstunden müssten geleistet werden, so der Bericht.

Beschwerden über ungenießbares Trinkwasser hätten zu Entlassungen geführt, zitierte der “Spiegel” weiter aus dem Bericht. adidas und Puma hätten jedoch beide zugegeben, dass bei Ocean Sky bereits im vergangenen Jahr Regelverstöße festgestellt wurden. Ocean Sky selbst habe nicht auf Anfragen reagiert. adidas und Puma wollten die Zustände nun vor Ort prüfen, schreibt das Magazin.

Quelle: dapd

>> Bericht des National Labor Committee

“Kaum jemand wehrt sich”

Sonntag, 10. Oktober 2010

Die Näherinnen von Outdoor-Textilien der Marke “The North Face” in El Salvador können von ihrem Lohn allein nicht leben, sagt Gewerkschafterin Jeaneth Pineda. Sie sprach mit der Tageszeitung taz.

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Weltmarktführer in Sachen Ausbeutung

Mittwoch, 06. Oktober 2010

Unter diesem Titel berichtet die Christliche Initaitve Romero in einem eigenen Dossier über menschenunwürdige und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in einer Maquila in San Marcos nahe der Hauptstadt San Salvador.  Aktuelle Recherchen der entwicklungspolitischen Organisation haben ergeben, dass in einer Fabrik in El Salvador, in welcher Bekleidung für den Weltmarktführer The North Face und die populären Outdoor-Marken Patagonia, Marmot und Columbia produziert wird, Hungerlöhne gezahlt werden, gewerkschaftliche Organisierung unterdrückt wird und ArbeiterInnen zu Überstunden gezwungen werden.

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»Uns bleibt keine Wahl«

Freitag, 17. September 2010
Neues Deutschland interviewte die salvadorianische Gewerkschafterin Jeaneth Pineda über die Zustände in den Maquilas in ihrem Land. Die Outdoor-Hersteller werben mit Freiheit und Naturverbundenheit, vor sozialer Verantwortung drückt man sich aber, kritisiert Jeaneth Pineda. Die 36-jährige Gewerkschafterin aus Santa Ana in El Salvador arbeitet in der Textilfabrik Esmodica, die derzeit viel für die Modefirma Unifashion arbeitet. Mir ihr sprach Knut Henkel.
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